Die SIMPL Revue 2019/2020

Arche Noah Luxusklasse

Ein kabarettistischer Weltraumflug in 21 Stationen

Regie: Michael Niavarani

In der ersten Simpl-Revue, deren Regie ich auch übernehmen werde, darf ich Ihnen ein neues Ensemble vorstellen: Katharina Dorian, Jennifer Frankl, Ariana Schirasi-Fard, drei Komödiantinnen mit großen Stimmen, feministischem Charme und Mut zur Schönheit. Drei satirische Grazien, die jede Frauenquote zu einem Festival machen.

Die männlichen Protagonisten des Ensembles, teilweise per internationalem Haftbefehl gesucht wegen schamlosem Geblödel und ansteckender Outrage, sind: Stefano Bernardin, Matthias Mamedof und Bernhard Murg. Ein Trio von unglaublicher Dummheit (wer um alles in der Welt soll nur den G’scheiten spielen?) und bereits etwas ranzigem Sexappeal. Sie suchen noch nach einer Wand, an die sie sich gegenseitig spielen können.

Und da das Kabarett am Kopf zu Blödeln beginnt, hat der Simpl einen Conférencier, der die Pointen nur so vor sich hertreibt: Joachim Brandl, der aussieht, als hätten Karl Farkas und Martin Flossmann ein uneheliches Kind miteinander gezeugt. Er wird durch den Abend führen und bereitet den Kakao schon zu, durch den er uns alle ziehen wird. (Für Veganer auch mit Mandelmilch.)

Die musikalische Seele dieses Abends ist der Komponist und Pianist Johannes Glück. Seine Melodien und Chansons sind Welthits, wenn die Welt nur aus der Wollzeile bestehen würde. Angeblich ist ihm bereits Mozart im Traum erschienen, um ihn zu fragen, warum er sich mit neuen Melodien so plagt und nicht einfach bei ihm klaut.

Die musikalische Gesamtleitung des Simpl übernimmt Christian Frank.

Zusätzlich zu den bereits wie wahnsinnig schreibenden Autorinnen (maskuline Form ist inkludiert) Joachim Brandl, Martin Buchgraber, Roman Frankl, Angelika Hager, John Cleese, Graham Chapman, Robert Blöchl, Johannes Glück, Astrid Kiss, Antonia Stabinger und einigen mehr, werden wir zwei Tage vor der ersten Vorstellung in großer Verzweiflung sicher noch zahlreiche andere Personen kantaktieren, die zumindest mit einem Finger tippen können.

Zum Inhalt

Auf zum Mars! Es ist Zeit, die Erde zu verlassen. Laa liegt nicht mehr an der Thaya, sondern am Meer und am Großglockner hat’s durchgehend 36 Grad. Uns reicht’s – wir fangen mit der Menschheit noch einmal von vorne an. Österreich besiedelt den Mars, auch wenn so manche sich vor dem roten Planeten mehr fürchten als vor dem blauen Himmel im schwarzen Universum. Bevor wir abheben, macht der Simpl noch eine Verabschiedungstour um den Planeten Erde. Ja, rund um die ganze Scheibe, die ja für eine gelernte Österreicherin (die maskuline Form ist inkludiert) ohnehin nur bis zum eigenen Tellerrand reicht. Highlights der menschlichen Zivilisation werden uns begegnen: Von den ersten Urmenschen, die in nostalgischen Erinnerungen an die herrliche Zeit vor der Erfindung des ganzen neumodischen Zeugs, wie Faustkeil und Feuer schwärmen, bis zum lang ersehnten Revival von Cats, das vom Kabarett Simpl nicht unkommentiert bleiben darf.

Wir hoffen, dass unsere automatische Rechtschreib-App keine peinlichen, missverständlichen SMS an Familienmitglieder verfickt. Und wenn alle User schlafen, belauschen wir Alexa und Siri bei ihren heimlichen Gesprächen. Wir statten dem neuen Start-up-Unternehmen „Die Angstmacherei“ (gleich neben der „Bio-Schusterei“) im Hipster-Viertel einen Besuch ab, um uns von Profis ordentlich Angst machen zu lassen, denn: Nur wer sich fürchtet entscheidet richtig!

Und wir kommen natürlich auch gerne zum Begräbnis der SPÖ, falls sie nicht doch nur scheintot ist. Wir werden das Sebastianevangelium aufführen – Der Leidensweg eines Kanzlers. Und versuchen Herrn Strache zu einem Urlaub auf Ibiza zu überreden – die Kameras sind schon installiert. Leider sind sämtliche Kabarettnummern über die Grünen aus dem Programm gefallen. 

Ach ja – und der große John Cleese hat uns zu seinem 80. Geburtstag einen Sketch geschenkt, den wir live auf der Bühne auspacken werden.

Bei diesem Programm kommen keine Tiere und Allergiker zu Schaden.

Conference
Joachim Brandl

Ensemble
Katharina Dorian, Jennifer Frankl, Ariana Schirasi-Fard
Stefano Bernardin, Matthias Mamedof , Bernhard Murg.

Swing
Martin Buchgraber

Regie
Michael Niavarani

Buch
Michael Niavarani

Klavier und Komposition
Johannes Glück

Musikalische Leitung
Christian Frank

Choreografie
Simon Eichenberger

 

Arche Noah Luxusklasse

Ein kabarettistischer Weltraumflug in 21 Stationen

Seit 25. September 2019 im Kabarett Simpl.

Dauer 2 Stunden und 40 Minuten – inkl. Pause.

 

Conferencier Joachim Brandl